So war unser erstes Kölner WeMeet


Der Wecker schellte 7 Uhr - heute sollte es nach Köln gehen. Doch Berlin wollte mich wohl nicht ziehen lassen: S-Bahn zu spät, Regionalbahn fiel aus, nur durch die U-Bahn und einem beherzten Sprints bekam ich den ICE noch! Angekommen im Cowoki wurde ich herzlich begrüßt und durch die tollen Räume geführt. Und dann haben wir erstmal meinen Spezial -Tee gekocht und ich berichtete, wie ich ihn gern bei intensiven Veranstaltungen einsetze, um Konzentration und Laune zu steigern.

Wir starteten kurz nach 3 mit der Vorstellung und der Geschichte der New Work Families und wir lernten uns in einer Vorstellungsrunde kennen. Wir widmeten uns danach der Frage, was eine neue, familienleichte Arbeitswelt ausmacht. Das gemeinsame Nachdenken und Diskutieren führte uns von Thema zu Thema - und wir spürten, die Frage ist viel zu groß für unsere leider doch begrenzte Zeit. Wir diskutierten Formen der Bezahlung und der Besteuerung, die nicht nur für Männer und Frauen gleich sein sollten, sondern sich auch an Lebensphasen orientierten könnte. Wir störten uns an der Präsenzkultur und der allgemeinen Vollzeit von meist über 40h/Woche und stellten fest, dass sich in Unternehmen einige Haltungen ändern müssten, damit u.a. Karrieren mit Kindern normal werden - wir entwickelten aber auch ein Verständnis dafür, dass Teams eben nicht zur Akzeptanz der Anwesenheit von Kindern verpflichtet werden dürfen, sondern es auch da auf Mit- und Selbstbestimmung ankommt. Wir sprachen von der Flexibilisierung von Arbeitszeiten, Arbeitsorten, Arbeitsstellen oder gar der Elternzeit und sprachen über Infrastrukturen, die neue Arbeits- und Betreuungsmodelle erlauben und wo deren Grenzen liegen. Wir sprachen über die Herausforderungen von Familien, die von der Kinderbetreuung, Schulbegleitung bis zur Pflege viele Bedarfe haben, die teilweise aus dem Blickfeld von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft geraten sind.

In unserer Orientierung an Ideen und Ergebnissen hielten wir regelmäßig inne, um zu fragen, was das für uns und unser Netzwerk bedeutet. So entwickelten wir die Idee, als Netzwerk eine Erklärung zur neuen, “familienleichten” Arbeit zu verfassen, zu der sich Unternehmen verpflichten können. Wir überlegten auch, wie sich eine regionale New Work Families Gruppe organisieren kann. Ganz im Sinne von New Work ist dem Kernteam wichtig, dass diese vor allem lokal ausgestaltet wird, da diese es auch umsetzen und die lokalen Besonderheiten am Besten kennen. Gemeinsamen entwickelten wir ein Verständnis über mögliche Strukturelemente, die zu einem WeMeet kombiniert werden können. Wir hielten also fest, überregionale und lokale Themen zu trennen und auf unsere lokalen und bundesweiten Events zu verteilen. Lokal soll vor allem auch die konkrete Hilfestellungen für Eltern möglich sein, beispielsweise in Form von Sessions, in denen knifflige Fälle beratschlagt oder reflektiert werden.

Die Stimmung und Beteiligung war gut, es gab zahlreiche Exkurse und Anekdoten zu den besprochenen Themen. Es gab gesunde Snacks und reges Interesse, was die New Work Families so alles vorhaben. Mein Dank geht an die tollen Teilnehmer und das Team von Cowoki, die tolle Gastgeber waren. Das nächste Kölner WeMeet wird dann von den Teilnehmern selbst organisiert werden. Folgt uns oder Cowoki auf Facebook oder abonniert unseren Newsletter, um über Termine informiert zu werden.

Euer Alex

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